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Dienstag, 23. Oktober 2007

The Brink of War

Ich kann nicht widerstehen und muss dieses Video hier posten - obwohl es schon über ein Jahr alt ist. Gefunden habe ich es ursprünglich in Michael Genovas Blog. Dann wurde es aber bei YouTube aus Copyright-Gründen entfernt. Und nun ist es (endlich) wieder online - übrigens zusammen mit allen (!) Episoden der "Daily Show". In diesem Leckerbissen hier macht sich Jon Stewart über die amerikanischen Fernsehsender lustig, die den Krieg zwischen Israel und dem libanesischen Hizbullah partout nicht als Krieg bezeichnen wollten, sondern davon sprachen, am "brink of war", am Rande des Krieges zu sein.

Montag, 30. Juli 2007

Grotesk, lustig - und ziemlich beängstigend

Der amerikanische Journalist Max Blumenthal hat für die Huffington Post einen Kongress der Christians United for Israel besucht - einem Verein erzkonservativer Evangelikaler, die in Washington für mehr Unterstützung für Israel lobbyieren. In Blumenthals kurzem Videobeitrag erklären die Teilnehmer dann auch gerade, womit Israel diese Unterstützung aus, ähem, zweifelhafter Ecke verdient hat: "Die Israelis und wir haben einen gemeinsamen Feind: Die Muslime, hinter denen Satan steht." Und: "Der Anti-Christ ist derjenige, der einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern herbeiführt." Das Lachen bleibt einem im Halse stecken.

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Donnerstag, 5. Juli 2007

Ein Friedensprozess, der keiner mehr ist

Die Freilassung des BBC-Journalisten Alan Johnston ist zwar "endlich eine gute Nachricht" aus den Palästinensergebieten, und sie verleiht der nun im Gaza-Streifen herrschenden Hamas gewissen Auftrieb. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Friedensprozess im Nahen Osten nur noch auf dem Papier existiert. In einer ausgezeichneten Analyse für die Carnegie Endowment kritisiert Nathan J. Brown das Verhalten aller Beteiligten scharf: Die internationale Gemeinschaft, die sich der Illusion hingibt, es sei möglich, die Hamas zu boykottieren, ohne die palästinensischen Institutionen in Mitleidenschaft zu ziehen; Israel, das zwischen widerwilligen Verhandlungen mit Palästinenser-Präsident Abbas und Verhaftungen von Hamas-Mitgliedern keine langfristige Strategie erkennen lässt; die Hamas, die seit ihrem Wahlsieg vor über einem Jahr kaum etwas erreicht hat und ganz offensichtlich unfähig ist zu regieren; und schliesslich die Fatah, die sich nicht mit ihrer Oppositionsrolle anfreunden wollte und die Macht mit zweifelhaften Manövern zurückzugewinnen suchte. Wenn der Friedensprozess überhaupt noch eine Chance haben soll, argumentiert Brown, müssen die palästinensischen Institutionen wieder aufgebaut werden. Doch dass dies in absehbarer Zukunft passiere, ist laut Brown "nicht sehr wahrscheinlich".
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