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Mittwoch, 15. August 2007

Eine Nachricht von der Hamas-Biene: Seid nett zu Tieren!

Die Islamisten der Hamas, die seit kurzem die Kontrolle im Gazastreifen übernommen haben, scheinen keine Gelegenheit auszulassen, sich als verantwortungsvolle Führer zu präsentieren. Nicht nur werden ausländische Journalisten auf Pressetouren eingeladen - die Hamas kümmert sich geradezu rührend um Umwelt und Erziehung. In diesem Videoclip, ausgestrahlt von Hamas TV, quält das Maskottchen Nabul die Biene Tiere im Zoo, um sich danach von der Moderatorin dafür ausschimpfen zu lassen. Hihi.

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Donnerstag, 5. Juli 2007

Ein Friedensprozess, der keiner mehr ist

Die Freilassung des BBC-Journalisten Alan Johnston ist zwar "endlich eine gute Nachricht" aus den Palästinensergebieten, und sie verleiht der nun im Gaza-Streifen herrschenden Hamas gewissen Auftrieb. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Friedensprozess im Nahen Osten nur noch auf dem Papier existiert. In einer ausgezeichneten Analyse für die Carnegie Endowment kritisiert Nathan J. Brown das Verhalten aller Beteiligten scharf: Die internationale Gemeinschaft, die sich der Illusion hingibt, es sei möglich, die Hamas zu boykottieren, ohne die palästinensischen Institutionen in Mitleidenschaft zu ziehen; Israel, das zwischen widerwilligen Verhandlungen mit Palästinenser-Präsident Abbas und Verhaftungen von Hamas-Mitgliedern keine langfristige Strategie erkennen lässt; die Hamas, die seit ihrem Wahlsieg vor über einem Jahr kaum etwas erreicht hat und ganz offensichtlich unfähig ist zu regieren; und schliesslich die Fatah, die sich nicht mit ihrer Oppositionsrolle anfreunden wollte und die Macht mit zweifelhaften Manövern zurückzugewinnen suchte. Wenn der Friedensprozess überhaupt noch eine Chance haben soll, argumentiert Brown, müssen die palästinensischen Institutionen wieder aufgebaut werden. Doch dass dies in absehbarer Zukunft passiere, ist laut Brown "nicht sehr wahrscheinlich".
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