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Dienstag, 31. Juli 2007

Wie erkläre ich einem, ähh, Affen ein kompliziertes Modell??

Quizfrage: Um welches Thema geht es in dem wissenschaftlichen Artikel, aus dem das folgende Zitat stammt:

If [the] forest is heterogeneous, with some dense areas and other more-deserted ones, and if monkeys can jump only limited distances, then monkeys may be unable to move through the forest.

Nein, nicht um Affen. Oder Wälder. Der Artikel aus Science beschreibt, wie die Fähigkeit eines Landes, bestimmte Produkte (Bäume) herzustellen, als Netzwerk (Wald) dargestellt werden kann, wobei zwei Bäume näher beieinander liegen, wenn die Fähigkeiten zur Herstellung der beiden Produkte sich ähneln. Die Firmen (Affen) im Land entwickeln sich dann, indem sie neue Produkte zu produzieren beginnen (von Baum zu Baum springen). Weil Entwicklungsländer oftmals Produkte produzieren, die an den äusseren Rändern dieses Netzwerkes liegen, haben sie Mühe, sich in Richtung der Produkte im Zentrum zu bewegen.

[via]

Mittwoch, 18. Juli 2007

Der Hype ennet dem Teich

Na gut, neu ist die Meldung ja nicht - aber bis jetzt hat sich in Europa aus irgendeinem Grund kaum jemand dafür interessiert: Die amerikanische Social-Networking-Seite Facebook (das Vorbild für studiVZ) hat im Mai seine Plattform für Entwickler geöffnet, so dass jedermann kleine Programme schreiben kann, welche die User dann ihrem Facebook-Profil hinzufügen können. Seit diesem Moment melden sich täglich 150'000 neue User bei Facebook an, jeden Tag werden 1'000 Applikationen entwickelt - und das Silicon Valley hat einen neuen Hype: Facebook und sein 23-jähriger Gründer und CEO Mark Zuckerberg, da sind sich alle einig, sind die neuen Sterne am Web 2.0-Himmel (auch wenn MySpace immer noch viel mehr User hat). Die Übernahmegerüchte jagen sich - Anfang Jahr hatte Facebook ein 2-Milliarden-Dollar-Angebot von Yahoo abgelehnt. Jetzt hat Microsoft angeblich erfolglos 6 Milliarden geboten. Dann machten Gerüchte über einen Börsengang die Runde, die Zuckerberg in einem Interview mit TIME kürzlich aber dementiert hat.

UPDATE: Gerade erst habe ich diesen Artikel in der FAZ am Sonntag entdeckt, der sich ausführlich mit Facebook beschäftigt.

Dienstag, 8. Mai 2007

Vernetzung ist unvermeidbar

Das US-Wirtschaftsmagazin hat zu seinem 90. Geburtstag eine äusserst lesenswerte Spezialausgabe zum Thema "Netzwerke" publiziert. Verlinkungen und Vernetzungen aller Art seien in der heutigen Welt unvermeidbar, begründet Forbes die Themenwahl. Das breite Spektrum der Beiträge zeigt aber gleich auch die Schwammigkeit des Netzwerk-Begriffs auf. Unter dem Obertitel "Breakthroughs" dürfen die Chefs aller angesagten Internet-Firmen von Google zu MySpace und YouTube selbstlobende Platitüden von sich geben ("MySpace hat das Potenzial, die Politik auf der ganzen Welt zu redemokratisieren"). Interessant hingegen sind die kurze, aber präzise Analyse des sich wandelnden Medienmarktes von Rupert Murdoch, Chris Ayres' amüsante Geschichte, wie er auf Craigslist ein Sofa verkaufte und eine Frau fand, und Sherry Turkles Erklärung, warum sich die immer vernetzteren Menschen immer fremder werden.