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Freitag, 12. Oktober 2007

Warum ich den Economist liebe (V)

Kürzlich schrieb ich diesen Post über die neue Online-Debatte des Economist. Und heute morgen erhalte ich ein E-Mail der PR-Agentur des Economist, die mir herzlich dankt:

Thanks so much for following the new Economist Debate Series and encouraging your readers to participate in what is sure to be a lively discussion about global education issues.

Und mir gerade auch verrät, über welches Thema und mit welchen Teilnehmern die erste Debatte stattfinden wird - noch bevor diese Informationen auf der Webseite des Economist sind. Offensichtlich schickt der Economist auch regelmässig seine Artikel an einflussreiche US-Blogger, bevor diese publiziert werden und generiert damit natürlich Diskussionen und viele Seitenzugriffe. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Blogger ob der exklusiven Behandlung geschmeichelt und geehrt fühlen. Geniale Idee! Schweizer Medien, falls ihr nicht zu beschäftigt damit seid, Google Angst einzujagen - macht doch das auch.

Samstag, 6. Oktober 2007

Elitäre Interaktivität

Das Internet ist schon lange kein Einwegmedium mehr. Auch traditionelle Medienunternehmen versuchen zunehmend, mit ihren prosumers (früher auch bekannt als Leser) in Dialog zu treten und die Interaktivität zu fördern. Einen ganz eigenen Ansatz wählt in dieser Hinsicht (wie so oft) der Economist. Auch auf der Homepage des britischen Magazins wird es künftig Debatten geben - aber nicht etwa in der gewohnten Jekami-Form, sondern nach den strengen und elitären Regeln der Oxford Union, des Debattierklubs der Universität von Oxford. Leser können in einer Abstimmung das Thema bestimmen. Danach wird die Debatte von zwei vom Economist ausgewählten Experten geführt, die jeweils drei Mal Gelegenheit erhalten, sich zu äussern. Das Publikum darf wiederum Stimmen an die Kontrahenten verteilen und Kommentare abgeben - aber ausschliesslich an den Moderator der Debatte, der die Inputs dann weitergibt.

Freitag, 21. September 2007

Warum ich den Economist liebe (IV)

"Wir akzeptieren, dass es einfacher ist, den Terrorismus zu bekämpfen, wenn die Polizei ihre Bürger bespitzeln, sie ohne Anklage festhalten darf und Folter anwenden kann, um Informationen zu erhalten", schreibt der Economist in einem Leitartikel. "Solche Mittel nicht zu benutzen, heisst, den Terrorismus mit einer auf den Rücken gebundenen Hand zu bekämpfen."

Und daraus zieht das britische Magazin sein Fazit:

That—with one hand tied behind their back—is precisely how democracies ought to fight terrorism.


Freitag, 7. September 2007

Warum ich den Economist liebe (III)

Das britische Magazin scheut sich auch nicht vor provokativen Aussagen. In seiner aktuellen Ausgabe fordert der Economist die Abschaffung eines ganzen Landes. Bei seiner Gründung habe das kleine, mitten in Europa liegende Land noch als neutraler Puffer zwischen den es umgebenden Grossmächten gedient; heute aber hätten seine entlang von Sprachgrenzen getrennten Einwohner kaum noch etwas gemeinsam. Fazit: "The country has become a freak of nature."

Sonntag, 26. August 2007

Warum ich den Economist liebe (II)

Aus dem Nachruf auf den Journalisten W. F. Deedes:

Journalism is not a respectable activity in Britain; it has certainly never been considered a profession, for which qualifications and decent conduct are required.

Freitag, 17. August 2007

Warum ich den Economist liebe (I)

Der Economist berichtet vom konservativen amerikanischen Fernsehmoderatoren Bill O'Reilly, der sich über den demokratischen Blog DailyKos aufgeregt hat:

One comment Mr O'Reilly got worked up about was that the pope was “a primate”.

Und fährt dann damit fort, diese Aussage folgendermassen zu kommentieren:

[This] is not so far from the truth, ecclesiastically speaking.

Priceless!