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Donnerstag, 25. Oktober 2007

Microsoft kauft sich einen Krümel Facebook

Nun ist es also draussen: Im Rennen um eine Beteiligung am heissesten Internet-Startup, Facebook, hat Microsoft Google geschlagen. Microsoft kauft sich einen Krümel von Facebook, gerade mal 1,6 Prozent der Firma für 240 Millionen Dollar - was den Gesamtwert von Facebook auf grandiose 15 Milliarden Dollar setzt (bei einem erwarteten Umsatz von gerade mal 150 Millionen im Jahr 2007). Im Gegenzug wird die bereits bestehende Partnerschaft der Firmen im Werbebereich intensiviert. Die amerikanische Tech-Bloggerszene hyperventiliert ob den Neuigkeiten schon seit gestern Abend, kommt aber inzwischen mehrheitlich zu einer negativen Beurteilung des Deals. Denn der konkrete Nutzen für Microsoft bleibt weiterhin unklar. Der grosse Gewinner scheint im Moment Facebook zu sein, das mit dem Geldsegen die Expansion weitertreiben kann. Was wohl auch nötig ist - denn am 5. November, so hört man, will Google eine neue social networking-Plattform vorstellen.

Samstag, 6. Oktober 2007

Googles Macht

Das Diagramm hier zeigt die Besucherstatistik für diesen Blog über die letzten 30 Tage (ohne die absoluten Besucherzahlen, das wäre zu peinlich). Unschwer ist der Ausschlag nach oben in den ersten beiden Oktobertagen zu erkennen. Warum die plötzliche Beliebtheit? Die Antwort in aller Kürze: Google. Am 1. Oktober publizierte ich diesen Post über die Vorlesung von Randy Pausch. Und weil in diesen Tagen ganz viele Leute bei Google nach "Randy Pausch" suchten und zumindest bei der deutschsprachigen Suchabfrage mein Post ziemlich weit oben angezeigt wurde, explodierten die Besucherzahlen. Ein kleines, aber eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig Google für viele Websites ist - und wie idiotisch es deshalb ist, die Suchmaschine verklagen zu wollen, oder gar zu behaupten, Google habe Angst vor ein paar Schweizern Verlegern.

Samstag, 1. September 2007

Haben Sie denn bereits Erfahrung mit Piraten?

Steht bald ein Job-Interview bevor, womöglich mit einer dieser tollen Internet-Firmen wie Google oder eBay? Dann gibt's hier die optimale Vorbereitung. Denn diese Firmen traktieren ihre Bewerber gerne mit "brain teasers", kleinen, aber fiesen Gedankenaufgaben, die zeigen sollen, wie der Kandidat ein komplexes Problem analysiert und anpackt. Eine der beliebtesten Fragen geht so:

Fünf Piraten unterschiedlichen Alters haben 100 Dukaten erbeutet. Der älteste darf über die Verteilung entscheiden. Allerdings stimmen die fünf dann über seinen Vorschlag ab, und wenn eine Mehrheit dagegen ist, wird der Älteste umgebracht und der Zweitälteste macht einen Verteilungsvorschlag, über den dann wieder abgestimmt wird. Und so weiter. Was muss der älteste Pirat machen, damit er möglichst viel von der Beute für sich behalten kann?

Naa? Also gut, es ist nicht ganz einfach. Hier ist die Lösung. Übrigens: Es geht auch mit mehr Piraten, zum Beispiel 200 oder 500 (siehe dieses pdf).

Freitag, 31. August 2007

Kurzer Nachtrag zu Google vs. VSP

Zum geplanten Vorgehen der Schweizer Verleger gegen Google, über das ich hier berichtet habe, hat Andreas Göldi auf seinem Blog einen sehr lesenswerten Kommentar verfasst (mit einer genialen Schlusspointe!).

Google sollte Angst haben vor denen, die Angst vor Google haben

"Who's afraid of Google?" fragt der Economist auf dem Titelblatt seiner heutigen Ausgabe. In einem Leitartikel und einer ausführlichen Reportage aus dem "Googleplex" geht das britische Magazin der Frage nach, wie die Zukunft der Firma aussehen kann, die im Moment so viele Bereiche des Internets dominiert. Google steht von vielen Seiten unter Druck - das Spektrum reicht von Copyright-Klagen bis zu Zensurvorwürfen. Die grösste Herausforderung aber, so schliesst der Economist, dürfte für Google der Schutz der Privatsphäre seiner Kunden werden. Denn Googles Businessmodell ist darauf ausgelegt, möglichst viele Daten über alle Kunden zu sammeln, um möglichst präzise Werbung schalten zu können. Löscht Google zu schnell solche Daten, beschränkt die Firma ihre Einnahme-Möglichkeiten. Behält sie die Daten zu lange, könnten die Kunden misstrauisch werden - und aus Angst um ihre Privatsphäre Googles Angebote zugunsten von kleineren Konkurrenten schmähen.

Mittwoch, 29. August 2007

Schweizer Verleger wollen besser sein als Google

Oh nein. Die Schweizer Verleger wollen sich mit Google anlegen. Genauer gesagt: Mit Google News, dem Aggregationsservice für Nachrichten, der auch Inhalte von Schweizer Medien benutzt. Das sei Urheberrechtsverletzung, argumentieren die Verleger, und wollen Google die Nutzung der Inhalte verbieten. Das haben zwar auch schon andere gemacht - das macht die Idee aber noch lange nicht weniger dumm. Liebe Verleger, bitte schreibt 100mal an die Wandtafel: "Google ist unser Freund." Denn Google News verwendet nur Textanrisse - und lenkt damit mehr Besucher auf eure Seiten. Garantiert.
Aber halt, es kommt noch besser: Die Verleger wollen eine "Alternative zu Google News", also ein eigenes Nachrichtenportal, aufbauen. Wie innovativ! Damit das funktioniert, müsste das Schweizer Portal irgendetwas zu bieten haben, dass Google News nicht kann. Und, ganz ehrlich: Nach dem, was Schweizer Verlage bis jetzt auf dem Internet angerichtet haben, zweifle ich daran, dass sie Google überbieten können.

[via]

Siehe auch: Ist Google ein Journalist?, und Mit Steinschleudern gegen Raketen.

UPDATE: Auch Thomas Knüwer hat für das Vorgehen der Schweizer Verleger wenig Verständnis. Sehr wenig.

UPDATE2: Nachdem ich bei Knüwer schon beklagt hatte, dass sich kein Schweizer Medienblog der Sache angenommen hat, berichtet der Medienspiegel nun auch darüber.

Montag, 20. August 2007

Ist Google ein Journalist?

Vor knapp zwei Wochen kündigte Google an, in ihrem automatischen Nachrichten-Aggregator Google News künftig Kommentar zuzulassen - allerdings nur von Personen und Institutionen, die im entsprechenden Artikel vorkommen. Die Idee schien mir zwar interessant, aber nicht sonderlich bahnbrechend zu sein. Dann publizierte die L.A. Times einen Kommentar zu Googles Schritt und erklärte: It's not journalism. Die vereinigten Medien-Blogger (zumindest in den USA) sind seither in Aufruhr: Die Haltung der L.A. Times sei lächerlich und aufwieglerisch, die Zeitung verleugne die Realität und habe keine Ahnung davon, wie das Internet funktioniere.
Also: Erst einmal tiiiiief durchatmen. Zugegeben, der Kommentar der LAT ist etwas hochnäsig formuliert. Aber ansonsten ist die Aufregung kaum zu rechtfertigen. Denn die Zeitung kritisiert nicht etwa Googles Nachrichten-Aggregation oder die neue Kommentarfunktion, sondern stellt schlicht fest: Journalism is more than just aggregating information. Richtig. Völlig richtig. Automatische Aggregation ersetzt den Journalismus nicht, und Google News ist darum auch keine Konkurrenz für traditionelle Medien. Genau das finden die Blogger - und genau das steht im Artikel der LAT.